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Tipps zu Konversionsfiltern
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Der mit 1 Million
multiplizierte Kehrwert der Farbtem- peratur heißt „Mired"-Wert dieser Farbtemperatur. (Mired = Micro reciprocal degree). Damit lässt sich leichter rechnen, weil gleiche Unterschiede in Mired-Werten, z. B. zwischen dem der Lichtquelle und dem des Films, gleichen Filterdichten entsprechen (was nicht für Kelvin-Werte gilt!). Die im Filternamen enthaltene Zahl ist die in Dekamired (1 Dekamired = 10 Mired) gemessene Filterstärke, die bei blauen Filtern negativ ist, also beim Rechnen mit einem Minuszeichen davor anzuwenden ist. |
B+W Filter-Tipp: Mit Mired rechnen![]()
Farbtemperaturwerte in Kelvin dürfen nicht addiert oder subtrahiert werden, weil sie sich nicht „linear" verhalten; so berechnete Summen oder Differenzen liefern falsche Ergebnisse. Aber nach der folgenden Formel können die Kelvin- in Mired-Werte umgerechnet und diese und die Mired-Werte der Filter dann addiert und subtrahiert werden:
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Mired-Wert =
1.000.000 : Kelvin-Wert Das benötigte Filter errechnet sich immer als Differenz aus vorhandenen und der benötigten Farbtemperatur. Ein praktisches Beispiel: Für Tageslichtfilm 5600 K errechnet
sich ein Mired-Wert Ein positiver Wert kennzeichnet ein rötliches KR-Filter, ein negativer ein blaues KB-Filter. Also ist, um Halogenlicht von
3000 K Farbtemperatur |
Ein Diagramm zur Kelvin-Mired-Konversion und zur
Ermittlung des richtigen Filters für farbneutrale Aufnahmen auf
Tageslichtfilm und Kunstlichtfilm finden Sie im Beitrag
„Color
Fotografie".
Besser mit Unterkorrektur?![]()
Wenn die Lichtfarbe
nicht zum Diafilm passt, ist für farbneutrale Wiedergabe ein
Konversionsfilter erforderlich. Aber nicht immer ist die absolut
originalgetreue Farbe wünschenswert.
So wäre ein KB 15 für jeden kitschig-schönen Sonnenuntergang tödlich, wenn dessen Stimmung vermittelt werden soll. Und ein Porträt bei Stehlampenlicht („Oma sitzt im Ohrensessel und liest") wäre bei voller Ausfilterung des orangegelben Farbstichs mit einem KB 20 zwar farbneutral, sähe aber aus, als hätte ein Bühnen-Halogenscheinwerfer die Szene beleuchtet. Um das Abendrot in seiner Pracht zu erhalten, darf gar nicht gefiltert werden, und um das Porträt bei Lampenlicht zwar nicht in orangefarbene Lichtsoße zu tauchen, aber auch nicht kalt wirken zu lassen, muss ein Rest an „Wärme" erhalten bleiben. Das geschieht durch Unterfilterung, in diesem Falle zum Beispiel durch Verwendung von KB 15 statt KB 20. Ein guter Anhaltswert liegt bei 2/3 der vollen Neutralfilterung.
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