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Infrarotfilter — Spezialfilter für das Unsichtbare
Für ausschließlich aus
infraroter Strahlung aufgebaute Bilder sind Filter
erforderlich, die langwellige Strahlung ab etwa 780 nm
passieren lassen, jegliche Strahlung kürzerer Wellenlänge
jedoch sperren.
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B+W
Infrarotfilter 092 |
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Das fast schwarze, vor einer Lichtquelle aber dunkelpurpurrote B+W-Infrarotfilter 092 sperrt das sichtbare Licht bis 650 nm, und erst knapp unter 700 nm lässt es 50% durch (daher die dunkelrote Farbe). Für 730 nm bis 2000 nm liegt die Transmission über 90%, also sehr hoch. Das ermöglicht Aufnahmen des reinen Rot- und Infrarotbildes bei bester Ausnutzung der vergleichsweise niedrigen Empfindlichkeit von Infrarotfilmen. Denn weil die Sensibilisierung der Infrarot-Schwarzweißfilme kaum über 1000 nm hinaus reicht, trägt der durchgelassene Rotanteil noch nennenswert zur Belichtung bei. Daher ist es das in der bildmäßigen Fotografie bevorzugte Filter für Infrarot-Schwarzweißaufnahmen. Filterfaktor ca. 20 bis 40
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B+W
Infrarotfilter 093 |
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Der Filterfaktor hängt sehr von der Beleuchtung und von den Filmeigenschaften ab.
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B+W
Infrarotfilter 099 |
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Das orange getönte B+W-Infrarotfilter 099 ist das ideale Filter für Aufnahmen auf Infrarot-Farbfilm, der wegen der reizvoll verfremdenden Farbwiedergabe auch als Falschfarbenfilm bezeichnet wird. Es sperrt große Teile der kurzwelligen Strahlung bis 520 nm (Blau, Blaugrün) und erreicht seine volle Transmission erst nahe 600 nm, um sie dann weit über den Sensibilisierungsbereich dieser Filme beizubehalten. So wird der Blaustich wegen der in diesem Spektralbereich übersteigerten Empfindlichkeit vermieden und eine bessere Differenzierung der Farben erzielt. Den Charme dieser Infrarot-Farbaufnahmen macht unter anderem die orange bis rote Färbung des pflanzlichen Grüns wegen der hohen Infrarotreflexion des Pflanzenfarbstoffs Chlorophyll aus. Der Filterfaktor hängt stark vom Film und IR-Reflexionsgrad des Motivs ab.
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IR-Beispielfotos:
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Tipps und Hinweise
Die Empfindlichkeit von IR-Filmen sind stark abhängig vom jeweiligen Infrarotanteil des Lichts, der z. B. bei tiefstehender Sonne weitaus höher liegt als bei jeder anderen Tageslichtbeleuchtung. Es kann deshalb zweckmäßig sein, zunächst einen Film für Testaufnahmen zu verwenden. Dabei sollte zuerst mit dem ohne Filter gemessenen Wert, danach mit mindestens zwei Stufen Zugabe belichtet werden. Der bildmäßig wirksame Woodeffekt – sehr helle bis weiße Wiedergabe von Blattgrün im Schwarzweißpositiv – tritt am stärksten bei tiefstehender Sonne und Auflicht ein. Oft genügt unter der Voraussetzung solcher Beleuchtung auch schon ein strenges Rotfilter zusammen mit einem herkömmlichen Schwarzweißfilm.
Ob eine
Digitalkamera IR-empfindlich ist, kann man mit einer
IR-Fernbedienung testen. Im Web lassen sich Anleitungen dazu
finden. Der IR-Fokuspunkt liegt etwas weiter entfernt als
der für sichtbares Licht. Mit aufgeschraubtem Filter erfolgt
der Weißabgleich, automatisch oder besser manuell. Digitalkameras und Camcorder verfügen in der Regel über
einen
Im Bildprogramm werden die IR-Fotos
optimiert: Kontrast automatisch oder im Histogramm erhöhen,
Farbbild in SW wandeln oder mit einzelnen Farbkanälen
„spielen“, der Rotkanal bleibt auf Maximum. Ob digital oder
analog umgesetzt – Infrarotfotografie hat stets einen
experimentellen Charakter.
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