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Verlauffilter — ein gestalterisches ElementDie B+W Verlauffilter werden vorzugsweise zur farblichen Tönung bzw. Abdunkelung des Himmels oder Vordergrundes eingesetzt. Die Filter sind jeweils zur Hälfte in einer Farbe getönt, die weich in die ungefärbte Filter-hälfte übergeht. Die drehbare Fassung ermöglicht bei festgeschraubtem Filter die exakte Ausrichtung des Farbverlaufs bzw. Grauverlaufs in verschiedene Positionen. Die Filter können auch mit anderen Vorsätzen oder mit gleichen Filtern anderer Färbung kombiniert werden.
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B+W
Verlauffilter grau 501 |
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Die neutralgraue Hälfte dieses
Verlauffilters mit einer Durchlässigkeit
von 50% (1 Blende) dunkelt den betreffenden Motivbereich um eine Blendenstufe ab, ohne die Farbe zu verändern. Wenn z. B. der Himmel relativ zur Landschaft zu hell ist, ist das der Idealwert für gute Wolken- zeichnung und um den blauen Himmel nicht durch Überbelichtung verblassen zu lassen. |
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B+W
Verlauffilter grau 502 |
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Aufgrund der doppelt so
starken Lichtdämpfung um zwei Blendenstufen (Transparenz
25%, max. 2 Blenden) kann dieses Verlauffilter schon zu recht
dramatischen Effekten führen. Wegen des größeren
Helligkeitsunter- schieds ist es hier noch wichtiger, dass die Horizontlinie nicht allzu weit außerhalb der Bildmitte liegt, damit ein unnatürlicher Eindruck vermieden wird. |
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B+W
Verlauffilter rot 590 |
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Dieses Verlaufsfilter wird oft
als „Sonnenuntergangsfilter"
(siehe Beispielfotos unten) bezeichnet, weil damit bei
Aufnahmerichtung zur Sonne und schöner Wolkenformation
fehlendes Abendrot (aber auch Morgenrot) simuliert oder zu
blasses verstärkt werden kann. Am Meer oder an der See sollte die Horizontlinie so hoch liegen, dass die Rot- färbung auch die Spiegelung im Wasser mit erfasst. |
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B+W
Verlauffilter orange 524 |
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Die etwas dezentere Färbung
dieses Verlauffilters empfiehlt sich dann, wenn die
Korrektur der Sonnenuntergangsstimmung nicht do ausgeprägt
sein soll oder schon eine gewisse Rotfärbung vorhanden ist,
die nur eine kleine Nachhilfe verlangt. Bei schweren, grauen
Gewitterwolken lässt sich damit eine beinahe bedrohliche
Unwetterstimmung erzeugen. |
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B+W
Verlauffilter violett 543 |
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Bei Streiflicht und knapper
Belichtung kann dieses in der Farbe schon etwas naturferne
Verlauffilter einen gespenstisch-makabren Mondscheineffekt
hervorrufen. Also eher etwas für Verfremdung als zur
Simulation oder Verstärkung natürlicher Stimmungen. Eine
interessante Kombination ergibt sich mit dem grünen
Verlauffilter 561 für die untere Bildhälfte. |
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B+W
Verlauffilter tabak 550 |
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Wer einmal einen Sandsturm in
der Wüste erlebt hat, vergisst diese Stimmung nie. Mit
diesem Verlauffilter kommt man ihr nahe: Leicht bedrohlich,
aber dennoch angenehm „warm". Die Tabakfarbe ist
zurückhaltend, nicht bunt; sie wirkt deshalb niemals
kitschig und überdeckt die natürlichen Farben nicht so wie
die intensiveren anderen Verlauffilterfarben. |
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B+W
Verlauffilter grün 561 |
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Wegen der Vegetationsfarbe
bietet sich dieses Verlauffilter vor allem für die untere Bildhälfte in einer Kombination mit anderen Verlauffiltern zur Abdunkelung oder Verfärbung des Himmels an. Bei solcher Filter- kombination sollte die TTL-Belichtung mit vorgesetzten Filtern gemessen werden; eine knappere Belichtung, ca. -0,5 Blendenstufen, ist oft vorteilhaft. |
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B+W
Verlauffilter blau 581 |
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Wenn der Himmel nicht blau
genug sein kann oder in Kombination mit einem anderen
Verlauffilter für die untere Bildhälfte, damit der Himmel in
diesem Falle nicht zu hell und blass ausfällt, die richtige
Lösung, etwa für Sanddünen am Meer: unten Tabak- und oben
Blau-Verlauffilter. Wegen der recht intensiven Farbe auch
gut für Verfremdung und Experimente. |
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Exemplarisches Beispiel zur Wirkungsweise eines
Verlauffilters: |
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Tipps und Hinweise
Bei Verwendung nur
eines Verlauffilters dient dieses fast immer zur
Einfärbung des zu hellen Himmels. Zur Belichtungsmessung
sollte ohne Verlauffilter mit der Kamera bzw. mit dem
Handbelichtungsmesser nach unten auf den korrekt zu
belichtenden Vordergrund gezielt werden. Für den Himmel
ergibt sich so fast immer automatisch der optimale Effekt.
B+W Farbverlauffilter
sind zwar primär für Farbaufnahmen konzipiert und werden vor
allem für Aufnahmen auf Diafilm verwendet. Bei
Negativfarbfilm sollte das Labor, das die Bilder vergrößert,
informiert werden, um die Effekte nicht
„herauszukorrigieren".
Die Fassungen der Farbverlauffilter sind drehbar, damit die weich fließende Trennlinie zwischen gefärbtem und transparentem Teil am Motiv oder meistens am Horizont so ausgerichtet werden kann, dass sie nicht unnatürlich wirkt.
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