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Licht, Farbe, Filter 1)
Elektromagnetische Strahlung
Das Gesamtgebiet der elektromagnetischen Strahlung unterteilt sich in: Rundfunkwellen, Radarwellen, Wärmestrahlen, Lichtstrahlen, UV-Strahlen, Röntgenstrahlen und Gammastrahlen. Alle diese Strahlen folgen den gleichen physikalischen Gesetzen, wenn auch die Erscheinungsformen für das menschliche Empfinden sehr unterschiedlich sind und die technische Beherrschung die verschiedensten Einrichtungen erfordert. Elektromagnetische Wellen können sich auch im Vakuum ausbreiten mit einer dann für alle Wellenlängen gleichen Geschwindigkeit. Licht ist elektromagnetische Strahlung
verschiedener Intensität und Wellenlänge, die imstande ist, im Auge
einen Helligkeits- und Farbeindruck hervorzurufen. Die meisten
Die Energie des Lichtes steigt mit abnehmender Wellenlänge. Blaues Licht ist energiereicher als rotes. Die Natur des Lichtes ist auch heute noch nicht eindeutig geklärt. Die beste Erklärung liefert die Quantentheorie:„Licht besteht aus Teilchen, die sich oft wie eine Welle verhalten." Licht im fotografischen Sinn ist alle Strahlung zwischen 320 nm und 1050 nm. Jenseits dieser Wellenlängen sind Spezialausrüstungen wie Quarzoptiken und Photonenverstärker zur Bilderzeugung notwendig.
Wir sind hier etwas von der normgerechten Wiedergabe abgewichen, um die für die Farbfotografie wichtigen Zusammenhänge transparenter zu machen. Die Technik der Verschiebung der Lichtabstimmung ist in Bild 2 aus dem Vermerk ( von Tageslicht nach 3200 K => KR 12 und von Kunstlicht nach 5500 K => KB 12 ) abzulesen.
In Bild 3 ist die Kurve der Farbtemperaturen gestreckt und zum reinen Rechenwert verändert. Die beiden Skalen lassen sich nach Art eines Rechenschiebers zur Bestimmung der Filterstärke verschieben. Der Abstand der Farbtemperaturen der linken Skala entspricht dem Abstand der Filterwerte der rechten Skala.
Wie schon erwähnt, ist Bild 1 der
exakte zahlenmäßige Ausdruck der normalen menschlichen
Farbempfindung. Über die Einzelempfindlichkeit des Auges für den
Blau-, Grün- und Rotbereich läßt sich der „Ort der Farbe" im
Koordinatennetz mit den Werten von x und y bestimmen. Die äußere
Grenze des Farbdreiecks ( eng gerasterte Fläche ) ist Farbort für die
größtmögliche Sättigung der jeweiligen Farbe. Etwa in der
Mitte des Dreiecks liegt beim farblosen Ultraviolettsperrfilter der
Weißpunkt. Für diese Daten im abgebildeten Dreieck wurde Licht mit
einer Farbtemperatur von 6750 K (Himmel klar mit Sonne) zugrunde
gelegt. Der Weißpunkt liegt auf dem Kurvenzug der
Temperaturstrahler. Steigt die Farbtemperatur einer Beleuchtung,
wandert der Weißpunkt in Richtung blau; wird die Farbtemperatur
gesenkt, wandert der Weißpunkt in Richtung rot. Bild 2 zeigt
einen Ausschnitt dieser Kurve. In der Art einer Windrose sind rechts
unten die Farbrichtungen grob angegeben, damit die Orientierung
erhalten bleibt. Einige Beleuchtungsarten sind durch Linien
markiert, am Schnittpunkt mit der Kurve liegt jeweils der Weißpunkt
der bestimmten Farbtemperatur. Die Linien markieren Farben, die der
jeweiligen Farbtemperatur am ähnlichsten sind. Die Skala zur
Filterbestimmung ( Bild 3 ) leitet sich übersichtlich aus Bild 1 und 2
ab. Hier erscheint wieder wie in Tafel 1 der Hinweis blau-rot. Die
Nullstelle der
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