Zoom-Objektive für das Fernsehen
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Mit der Entwicklung von Objektiven
veränderbarer Brennweiten, den sog. Zoom- oder Vario-Objektiven, wurde
bei Schneider-Kreuznach bereits 1957 begonnen. Zwei Jahre
später lief
ein erster Prototyp, das Variogon
2,8/10-40 mm, für das 8 mm-Filmformat in Serie.
Gleichzeitig zur Entwicklung von Zoom-Objektiven
für weitere Formate wie Super-8-,
16 mm- und Kleinbild-/Mittel-Format
liefen Entwicklungen auch für Farbfernseh-Kameras mit
allen gängigen Formaten von ½" bis 1¼".
Nachfolgende Ausführungen geben einen
kurzen Einblick in die Geschichte der TV-Variogone.
Als Studio-
oder ENG/EFP1)-Ausführungen wurden sie weltweit eingesetzt
an Fernsehkameras marktführender Hersteller2). Zahlreiche
Patente
unterstreichen die innovative Entwicklungsphase in den 70-90er Jahren. C-Mount
Zoom-Objektive der 2/3"-Standardbaureihe sind dagegen noch heute
Bestandteil der Objektiv-Produktpalette für industrielle Anwendungen.
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Abb. 1:
ENG-Fernsehobjektiv
APO-Varon HM 14X,
Typ TV59.02, für 1/2" |
Abb. 2:
Studio-Fernsehobjektiv 30X
Variogon 2.1/16 - 480 mm,
Typ TV 31, für 1¼"
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Typisches Datenblatt eines
Fernsehobjektivs ( pdf: 620kB )
Als technisches Novum in der Aufnahmetechnik galt das damals erstmalig
30-fach Zoom-TV-Objektiv mit zwei optischen Zoomgruppen zur
Brennweitenänderung, bestehend aus jeweils Variator und Kompensator
. Abweichend von der üblichen
Konstruktionsweise funktioniert das patentierte TV-Variogon nach folgendem
Prinzip.
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Abb.
3:
TV-Variogon mit zwei
optischen
Variatoren
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Insgesamt werden acht Wirkungsgruppen benötigt. Drei davon (
1.2, 4 und 7 ) stehen fest, vier (
2, 3, 5 und 6 ) sind axial verschiebbar zur Veränderung der Brennweite,
1.1 zur Einstellung der Aufnahmeentfernung. s' ist der Abstand zwischen
letzter Linsenfläche bis zur Bildebene B, der sogenannten
Bildschnittweite. Abb. 4 vermittelt einen
Eindruck von dem optischen Aufwand ( 31 Linsen in 22 Gliedern ), der
hierbei erforderlich geworden ist.
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Abb. 4:
Optischer Aufbau des 30-fach Zoom-Fernsehobjektivs TV-Variogon 2,1 - 6,6 / 20 - 600 mm
bei kürzester Brennweite und Fokussierung auf Unendlich
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Abb. 5:
TV-Variogon mit zwei optischen Variatoren
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Zur mechanischen Umsetzung eines größeren
Brennweitenbereiches nach dem optischen Funktionsprinzip gemäß Abb. 4
werden die beiden Variatoren über ein Differentialgetriebe wechselweise angetrieben.
Patente 30x Zoom
Den Abschluß in den langjährigen Entwicklungsaktivitäten im Bereich
Fernsehobjektive markierte
der innovative Wandel von der mechanischen zur elektronischen Positionssteuerung
der beweglichen optischen Variatoren.
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Anläßlich des International Symposiums 1987
in Montreux stellte Schneider-Kreuznach
das erste serienmäßig kurvenlos
gesteuerte
TV-Zoom-Objektiv für 1"-Aufnahmeformat vor. Das 16 bit mikroprozessorgesteuerte Objektiv
TV 91 erreichte eine 35-fache Brennweiten-
variation.
Abb. 6:
High Resolution Variogon 2/16 -
560 mm
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1) ENG - Electronic News
Gathering, EFP - Electronic Field Production
2) Ampex, Bosch, EMI, Gates,
Ikegami, IVC, Link, Marconi,
RCA, Sony, Siemens,
Thomson
Variogon-Zoomobjektiv
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