Christopher Nisperos

 "Making of" Fotos:
 Florian Kleinefenn

 

... Fortsetzung
 

DIE AUFNAHME

INach dem Säubern lud ich eine Reihe von Kassetten mit Ilford HP5+ 8x10 Planfilm. Als Belichtungsindex für diesen Film richtete ich mich nach der nominalen Empfindlichkeit von 400 ISO. Ich verwende diesen Film seit vielen Jahren und finde ihn sehr gut für diese Art von Porträtaufnahme (auch bei Tageslicht). Für das Laden verwende ich einen extra großen Wechselsack Marke Eigenbau. Nachdem ich das Beleuchtungsverhältnis festgelegt habe, kann ich mich nun der eigentlichen Belichtung zuwenden. Für diese Art von Porträt bevorzuge ich die Lichtmessung. 

Wegen der 'Größe' des Copal 3 Verschlusses an meinem Schneider Objektiv finde ich die Bedienungselemente schneller. Das ist wichtig, wenn man die vielen Schritte beim Erstellen einer Aufnahme mit der Großformatkamera im Griff behalten will und gleichzeitig noch das Modell bei Laune halten muss! Wenn das Objektiv den Blick auf das Modell freigibt, möchte ich bei der Bildkomposition völlig ungezwungen sein. Beim Hantieren mit meiner 15 Pfund schweren, einen knappen Meter langen Kamera auf ihrem Stativ oder der optischen Bank geht nichts über einen Getriebeneigekopf. Mit diesem sehr empfehlenswerten Hilfsmittel lässt sich die Kamera nach vorn oder hinten kippen oder seitlich bewegen.    

Nachdem ich dem Modell die "Grobposi-
tion " vorgegeben habe, öffne ich mein Schneider Objektiv und gehe an die Kamera-
rückseite und werfe mir ein Fokussiertuch über den Kopf und 'schaue Fernsehen', wie ich es nennen. Mit der Blende 8,4 des 480mm-Objektivs ist das Bild hell genug, dass man etwas von der Mattscheibe zurücktreten, den Bildausschnitt in aller Ruhe festlegen und, natürlich, scharfstellen kann! Bisher bestand kein Grund, mir eine hellere Matt-
scheibe zuzulegen (aber mit zunehmendem Alter wird dieser Tag sicher kommen!).
 

Nach der Festlegung des Bildausschnitts, Feinabstimmung der Positur und dem Scharf-
stellen – und der Bitte an das Modell, diese Pose zu halten – blende ich ab und nehme meine Objektivein-
stellungen vor. Nun ist es Zeit die Filmkassette einzusetzen, den Schieber herauszuziehen und einen Moment zu warten, bis sich alle Vibrationen gesetzt haben. Spätestens jetzt ist es wichtig, dass das Objektiv vor jeglichem Streulicht der aufgebauten Schweinwerfer geschützt ist. Damit Ihr Objektiv wirklich alles zeigt, was es kann, empfehle ich die Verwendung einer guten Streulichtblende oder eines Kompendiums.
   
 

RESULTAT

   ( pdf: 1 MB )
 

1 | 2 | 3 | 4