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Schneider-Kreuznach´s APO-DIGITAR 5,6/120mm
Jeder Berufsfotograf wird sich früher oder später mit der professionellen Digitalfotografie auseinandersetzen. Bei mir (wie wohl bei vielen) kam das eher später. Lange habe ich mich gegen diese Entwicklung gewehrt. Alles Bewährte wird plötzlich in Frage gestellt. Erfahrungen, jahrelang gesammelt, sind plötzlich nicht mehr relevant. Alles über den Haufen geworfen; so meint man. Bis man einmal
wagt, es einfach auszuprobieren. Meist angespornt durch ein Seminar, an
dem man sporadisch (aus reiner Neugier, versteht sich) teilnimmt. Und
dann steht sie da. Die "kleine" Tja, ein wenig
muß man schon umlernen. Auslösen tut man jetzt mit der Maus. So geht
das also. Schauen wir uns halt mal an, wie das Ganze funktioniert. Nach
einigen Demonstrationen an dem Set wird einem langsam klar, was das für
eine enorme Zeitersparnis bedeutet. Ich habe ausgerechnet, das ich
allein ca.10.000 km. pro Jahr Laborfahrten spare. Was das an
Fahrtkosten und -zeit bedeutet ! Das habe ich mit einer diffizilen fotografischen Serie von bedrohten Blumen und Blüten eingehend getestet. Bei dieser Fotoserie kam es darauf an, schnell beste Ergebnisse zu erzielen. Langwierige Tests sind nicht möglich. Lebendige, bedrohte Blumen sind nicht einfach ersetzbar. Meist gibt es nur ein einziges Exemplar, das zur Fotografie zur Verfügung steht. Hier muß schnell, sauber und perfekt gearbeitet werden.
Jetzt muß alles ganz schnell gehen. Bevor die Blume Ihren Geist aufgibt, muß das Foto perfekt, scharf, brillant ausgeleuchtet, aufgehellt, komponiert und fotografiert sein. Da muß ich mich auf das Objektiv verlassen können. (Das ist übrigens in der Foodfotografie ähnlich). Glücklicherweise sehe ich das Foto sofort. Auf meinem Fogra verbindlichen Monitor sehe ich jede Unschärfe, zu diffus oder zu hart gesetztes Licht und schlechte Bildkomposition umgehend. Dieses Objektiv ist verlässlich und gibt sauber alle Details wieder. Keine Aberrationen, Farben werden (setzt natürlich regelmäßig kallibrierten Schirm voraus) realistisch dargestellt. Randschärfen optimiert moduliert das Apo-Digitar jedes Detail klar und scharf, auch mit vorhandenem, seit 20 Jahren im Einsatz befindliches Licht, unglaublich neutral und plastisch, selbst in den Grenzbereichen der Verstellmöglichkeiten. Bei solch präziser Wiedergabe kann ich mir einfach keinen Fehler leisten. Hier werde ich als Fotograf gefordert, all mein technisches Know How einzusetzen. Und dennoch habe ich nicht das Gefühl, meine Kreativität würde etwa dadurch eingeschränkt, keineswegs. Im Gegenteil, die Präzision beflügelt, macht den Kopf, gibt den Weg für neue Perspektiven frei. Wenn man sich
dieses Objektiv einmal anschaut, fragt man sich, wie ist das
bloß möglich ? Ist der Durchmesser des Objektivs gerade
Arbeite ich doch für die kritischsten aller Kunden in den visualisierenden Welten : Druckfarben - und Druckmaschinen Hersteller, Lithoanstalten, großformatige Kalender Verleger, Konzerne mit weltweit (Made in Germany) vertriebenen Produkten. Materialien wie strukturiertes Metall, blasse, gerauhte Kunststoffe aller Art, hochglänzende lackierte weiße Flächen, selbst in kritischen Spielfeldern wie High Key (weiß auf weiß in der Druckdarstellung); überall zeichnet das Apo-Digitar exzellent durch, und das verläßlich und konstant. Meine Schneider Optik ist mittlerweile das digitale Standard Objektiv geworden. Leistet es mir robust und präzise jeden Tag treue Dienste.
1951 geboren als Enkel eines Architekten (Bauten in Deutschland, China, Philippinen) und als Sohn eines Ingenieurs in Manila. Internationale Schule De La Salle in Manila. Umzug 1963 nach Europa. Ausbildung an Wirtschaftsfachschulen und Studium an der Fachhochschule Gestaltung in Mannheim und der Akademie für Fotografie in München. 1978 erstes eigenes Fotostudio in Hamburg. Mitglied im Bund Freischaffender Fotodesigner (BFF) und Bundesverband Bildender Künstler (BBK). Diverse Großprojekte, Ausstellungen und Auszeichnungen. |